Anwendung der Alexander-Technik
Ich wurde gerade gefragt, wie ich persönlich Alexander-Technik nutze. Hier meine Antwort:
Ich habe mir in meinen Alltag “Erinnerungspunkte” installiert wie z.B. Zähneputzen, eine Tür öffnen, das Klingeln des Handys usw. Wann immer ich an einem solchen Punkt bin halte ich bewusst inne um meinem Körper zu erlauben sein Gleichgewicht neu zu finden und sich auszudehnen. Fertig. Das dauert keine zwei Sekunden und führt langfristig zu wirklich grundlegenden und dauerhaften Verbesserungen.
Für mich ist Alexander-Technik eine Technik für den Alltag. Auf diese Weise kann ich immer und überall trainieren. Der Knackpunkt war darauf zu vertrauen, dass es eine langfristige Veränderung des “Grundzustandes” gibt. Es gibt nichts, was ich sofort erreichen müsste. So muss ich auch nicht “auf meine Haltung achten”, sondern freue mich im Rückblick darüber, was sich alles verändert hat. Und das ist Viel!
Inzwischen benutze ich übrigens praktisch den ganzen Tag zum Üben. Ich habe nämlich gelernt auf meinen Körper zu hören, der mir ständig Feedback gibt. Damit meine ich sowohl ein kleines Zwicken hier und da, als auch Gefühle und Stimmungen. Und wenn sich das nicht gut anfühlt, halte ich wieder inne und frage mich, ob es JETZT etwas gibt, was ich verändern darf.
So wird der Alltag zum Trainingsplatz und bietet von Morgens bis Abends Möglichkeiten mich zu Entwickeln. Genial!
